Pilze im Katinger Watt
12. bis 19.10.2025
Mitte Oktober zieht es uns wieder ins Katinger Watt. Zwischen Wiesen, Wald und Wellen möchten wir die Natur pur erleben. Dabei liegt der Fokus auf Pilze in dieser Region.
Im März waren wir für eine Woche hier im Katinger Watt und haben viel erlebt und fotografiert. Dazu gehörten einige schöne Vögel. Jetzt im Oktober ist der Vogelzug vorbei. Einige Gänse sind am Start und die heimische Vogelwelt zwitschert in Wald und Flur.
Der Schopf-Tintling
Im Naturerlebnisraum Katinger Watt kann man hervorragend wandern und viel entdecken. So sind wir hier einigen Schopf-Tintlingen begegnet. Der Schopf-Tintling ist, wenn er jung ist, ein essbarer Pilz. Dazu schneidet man die Kappe der Länge nach auf. Ist der Hut innen schneeweiß, dann kann er mit in den Korb.
Aber auch von außen kann man schön erkennen, ob die Tropfenbildung begonnen hat. Im folgenden Foto sieht man am unteren Hutrand schon einen dunklen bis schwarzen Rand. Dann ist es leider mit der Essbarkeit vorbei. Da ich einige schöne Fotos machen konnte, werde ich wie bei den Schmetterlingen nun auch Pilzportraits erstellen. Der Schopf-Tintling wird das erste Pilzporträt sein.

Dort, wo der Schopf-Tintling am Wegesrand stand, haben wir auch einige Schnecken gesichtet. Darunter auch wieder eine Weinbergschnecke. Somit gibt es hier noch einen kleinen Ausflug in die Schneckenwelt.
Selten sichten wir Weinbergschnecken. Woran das liegt, ist mir unklar, denn wir sind immer sehr aufmerksam, wenn wir durch unsere unterschiedlichen Lebensräume wie das Tister Bauernmoor oder die Wiese oder den Rüstjer Forst ziehen.

Die Schnecken gehören zu den Weichtieren. Selten haben wir Schnecken in „Action“ gesehen. Leider immer nur in dieser ruhenden Position. Die Hain-Bänderschnecke ist ein häufiger Vertreter im Naturerlebnisraum Katinger Watt. Wir haben sie an vielen Bäumen getroffen.
Das Schneckengehäuse besteht aus Kalk und hat eine Spitze sowie Windungsnähte und eine Mündung. Bei der Hain-Bänderschnecke werden 5 bis 5,5 Windungen ausgeprägt. Farblich gesehen gibt es viele Varianten.




Der Buchen-Spei-Täubling
Da wir schon des Öfteren im Katinger Watt waren, gibt es natürlich Gebiete, die man immer wieder aufsucht. So auch die Gegend um den Graben „E“. Dort kann man mit etwas Glück die Seeadler oder auch den Mäusebussard sehen. Aber auch Schmetterlinge und Libellen sind jetzt noch Mitte Oktober unterwegs.
Am Graben „E“ gibt es eine Schutzhütte, diese habe ich jetzt bei Google Maps erfassen lassen. Denn falls es mal kräftig regnen sollte, findet man hier Schutz. Wie der Zufall und meine Neugier so wollen, schaue ich mir das Areal hinter der Schutzhütte an und finde eine Vielzahl von kleinen roten Pilzen. Da war die Freude groß und ein weiteres Pilzportrait mit fast märchenhaften Fotos wird entstehen.

Die Blaugrüne-Mosaiklibelle im Oktober
Das ist nun wohl das letzte Foto einer Libelle. Eingefangen am Graben „E“ im Katinger Watt. Diese Blaugrüne – Mosaiklibelle jagte am frühen Morgen über den Graben. Wahrscheinlich hatte sie noch kein Frühstück. Aber dann setzte sie sich etwas länger auf ein Blatt und ich konnte mich ihr gut nähern.

Der Fliegenpilz
Das mit dem Fliegenpilz ist auch in diesem Jahr wieder sehr heikel. Bei uns im Rüstjer Forst haben wir keine Fliegenpilze sichten können. Meine ganze Hoffnung liegt nun in den Kiefernwäldern kurz vor dem Strand in SPO. Auch letztes Jahr hatte ich einen einzigen Fliegenpilz-Fund an der Ostsee.
Wir parken das Auto auf dem kostenfreien Parkplatz Bahnhofsparkplatz. Gegenüber liegt ein dreieckiges Waldareal, wo wir erneut zum Pilze fotografieren. Hier finden wir auch Fliegenpilze – nicht übermäßig viel, aber für ein Pilzportrait sollte es reichen.

Totholzpilze
Das sind mit die liebsten Motive. Oft treten sie in kleinen bis großen Gruppen auf und geben immer schöne Motive. Ob nun glatt auf Totholz oder mit Moos als interessantem Vordergrund. Diese Pilze lieben organisches Material. Für die zahlreichen Totholzpilze werde ich auch ein Pilzporträt erstellen.

Wir hatten viele Stunden Spaß im Katinger Watt. Denn Pilze sind sehr dankbare Motive. Sie bewegen sich nicht und somit kann man sie immer gut in Szene setzen. Nur das Finden kann manchmal zum Problem werden. Wenn man erst mal einen Pilz gefunden hat, dann sieht man auch ganz schnell viele andere. Hier eine kleine Galerie, der ein oder andere wird in den folgenden Pilzporträts oder in der Galerie Magische Pilze wiederzusehen sein.









