Waldzauber
November 2025
Waldzauber – immer wieder zieht es uns in den Rüstjer Forst, denn auch jetzt im November leuchtet der Wald in den Herbstfarben. Hinter jedem Baum wartet ein neues Motiv und noch gibt es zahlreiche Pilze und manchmal zeigt sich auch noch ein Schmetterling.
Herbstliche Impressionen
Ob zu Beginn oder Mitte November, der Wald leuchtet in den schönsten Herbstfarben. Noch ist ein großer Teil des bunten Laubs und die Nadeln der Lärche an den Bäumen. Aber beim ersten Frost und nächsten Sturm wird das Leuchten vorbei sein.



Späte Gäste – Der Große Frostspanner
Ein Meister der Tarnung tritt erst nach den ersten Nachtfrösten auf den Plan. Der Große Frostspanner, ein dämmerungs- und nachtaktiver Falter, hat jetzt Saison. Ich war sehr überrascht über diese Sichtung. Mehr über diesen späten Gast in unseren Wäldern erfahrt ihr in dem Schmetterlingsporträt – Der Große Frostspanner

Pilze
Noch immer ist Pilzzeit im Rüstjer Forst. Somit findet man immer wieder schöne Pilze, die sich auch gut in Szene setzen lassen. Aber auch neue Sichtungen kann ich euch zeigen. Die Welt der Pilze ist so vielfältig und form- und farbenfreudig. Die Pilzsaison kann bis in den Januar gehen und startet dann wieder im Mai.
An dieser Stelle möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass es mir bei den Pilzen nicht um die Einstufung von genießbaren/giftigen Pilzen geht. Sondern ich den Pilz als fotogenes Motiv betrachte.
Der Rotfuß-Röhrling
Das ist für mich eine neue Sichtung – der Rotfuß-Röhrling. Dieser Pilz ist essbar und ähnelt von der Kappe einem Steinpilz. Der Rotfuß-Röhrling gehört auch zur Ordnung der Steinpilzartigen. Charakteristisch ist der schlanke, rötliche Stiel. Der Hut kann einen Durchmesser von bis zu 13 cm bekommen, aber manchmal fallen die Hüte auch größer aus. Das Fleisch ist gelblich und auch die Röhren sind gelblich bis olivfarbend.


Filzröhrling
Ein weiterer Vertreter der Steinpilzartigen ist der Filzröhrling. Als junger Pilz macht er eine gedrungene Figur. Seine Kappe ist trocken, matt und filzig. Sowie dunkelbraun bis rotbraun mit einem schmalen hellen Rand. Schneidet man ihn auf, sieht man einen leichten rosa Strich zwischen Kappe und Fleisch. Er wächst gern im Mischwald bei Fichten. Auch ihn findet man von Sommer bis Herbst.


Geflecktblättriger Flämmling
Hübsch anzusehen, aber ungenießbar, giftig, ist der Geflecktblättrige Flämmling. Mit seiner orangefarbenen Kappe und den leuchtenden Lamellen ist er im Herbstlaub gut auszumachen. Der Fruchtkörper zeigt sich von Sommer bis in den tiefsten Herbst hinein. Auch er wächst gern auf Totholz und kommt selten alleine, sondern eher in Büscheln zum Vorschein.

Die Geweihförmige Holzkeule
Die Geweihförmige Holzkeule ist immer schön anzusehen. Der Fruchtkörper ist ganzjährig zu sehen. Allerdings nicht immer mit den weiß bestäubten „Geweihen“, denn die ersten Holzkeulen hatte ich im September in Schwarz gesichtet. Diese hatten dann reife Fruchtkörper und die Fotos hier zeigen die unreifen Fruchtkörper. Weltweit gibt es ca. 100 Arten, in Europa sind es knapp 10 Arten der Echten Schlauchpilze. Ich suche gern nach der Geweihförmigen Holzkeule, denn sie ist ein interessantes Motiv.



Helmlinge und Co.
Ja, das sind mir die liebsten Motive. Im grünen Moos mit einem soften Hintergrund stehen die Helmlinge immer fotogen da. Es sind eben die kleinen und zarten Pilze im Wald, die mich begeistern. Mehr als 100 Arten gibt es von ihnen und sie leben von organischen Substanzen.
Gern nenne ich sie auch Totholzpilze. Sie zeichnen sich auch durch schöne Farben der Hüte aus. Manche sind rosa. Blutrot oder kräftig braun. Andere haben farbige Lamellenscheiden und machen sich damit interessant. Im Englischen werden sie als LBM – Little Brown Mushrooms – bezeichnet, also eine einfache Bezeichnung für kleine braune Pilze.

Der Herbe Zwergknäueling
Gern wird er auch der Bittere Muschelseitling genannt. Ich finde diese Bezeichnung zum Aussehen dieser filigranen Pilze viel passender. Er gehört zu den ungenießbaren Pilzen und wächst auf Totholz, wie Eiche oder Buche. Die Fruchtkörper haben im Spätherbst bis in den Winter Saison.

Der Dunkle Hallimasch
Der Dunkle Hallimasch liebt Nadelbäume. Ob nun lebende oder tote, ist diesem Pilz egal. Er trägt einen braunen Hut mit Schüppchen, die sich abwischen lassen. Der Hutdurchmesser kann bis zu 20 cm ausfallen. Die Lamellen sind hellbraun. Der Hallimasch ist ein Blätterpilz, wobei Blätter/Blatt für Lamelle steht. Gern wächst er zu mehreren am Baumstamm oder Baumstumpf. Selten so solitär wie ich ihn gefunden habe.
Er ist nicht essbar, sondern giftig. Wird aber auch als Vitalpilz bezeichnet. Der Dunkle Hallimasch soll bestimmte Heilwirkungen haben, muss aber vor dem Verzehr behandelt werden. Ich will ihn nicht essen und somit seine Heilwirkung nicht ausprobieren, sondern nur fotografieren.




Von bestimmten Pilzen werde ich zeitnah ein Pilzporträt erstellen. Aber auch in der Galerie Magische Pilze wird die ein oder andere neue Sichtung zu sehen sein.
